Der Rothirsch (Cervus Elaphus)


Lebensraum




Der Rothirsch (Cervus Elaphus) wohnt überall dort, wo große zusammenhängende Wälder die Landschaft beherrschen.


Besonderheiten

Der Rothirsch ist der imposanteste und größte Vertreter des mitteläuropäischen Wildes.

Im Herbst zur Zeit der Brunft (Paarungszeit) ist der Ruf (Röhren) des Hirsches besonders eindrucksvoll.

Er fordert damit Rivalen heraus und demonstriert seine Kraft.

Oft kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem Platzhirsch und einem Mitbewerber.

Zum Kräftemessen nutzt der Hirsch seine Geweihstangen.


Das bei alten Hirschen eindrucksvolle Geweih wird jedes Frühjahr abgeworfen und wächst bis zur Brunftzeit im Herbst wieder nach, dabei wird es jedes Jahr größer.

Die schärfsten Sinne sind Geruch und Gehör. 


Nahrung



Bei Eintritt der Dämmerung zieht das Rotwild zum Äsen auf Lichtungen, Wiesen und Felder. 

Die Tiere sind als Wiederkäuer reine Pflanzenfresser.

Rotwild kann durch sogenannte "Schälen", das Abreißen langer Rindenstücke von Bäumen, starke Schäden in der Forstwirtschaft verursachen.


Paarungszeit


Die meiste Zeit des Jahres leben die männlichen Hirsche vom weiblichen Kahlwild mit den Jungtieren getrennt in verschiedenen Rudeln. 

Erst in der Brunftzeit von Mitte September bis Mitte Oktober suchen die Rothirsche das Kahlwild auf und versuchen möglichst viele von ihnen für sich zu gewinnen. 

Nach einer Tragezeit von 34 Wochen wird im Mai/ Juni das Kalb gesetzt.


Weidmännische Bezeichnungen





Ein Rotwild-Junges wird "Kalb", seine Mutter "Stück" oder "Alttier" genannt. 
Das weibliche Kalb wird nach einem Jahr zum "Schmaltier", das männliche Kalb zum "Schmalspießer". 

"Kahlwild" sind weibliche Tiere, der Platzhirsch ist der "Chef".