Das Wildschwein


Lebensraum

Wildschweine bevorzugen dichte Laubwälder, wo es genügend Nahrung und Deckung gibt. Auch benötigen sie kleine Tümpel oder Gräben zum Suhlen (Schlammbaden).

Das Suhlen dient in erster Linie der Körperpflege, denn die dicke Schlammschicht, die auf dem Körper festtrocknet bildet einen guten Schutz, besonders gegen Insektenstiche.


Besonderheiten

Das Wildschwein ist die Stammform des Hausschweines. Wildschweine besitzen einen guten Geruchs- und Hörsinn, können schnell laufen und gut schwimmen. 

Sie haben ein erstaunliches Gedächtnis, so gut, dass sie sogar zu den intelligenten Tieren gezählt werden.

Starke Keiler können das beachtliche Gewicht von 150 kg bis 200 kg erreichen. 

Sie haben stark entwickelte Eckzähne (Gewaff), die scharfe Waffen darstellen.

Wildschweine sind sehr scheue und wachsame Tiere, die normalerweise vor dem Menschen die Flucht ergreifen.

Sie tragen ein schwarzgraues, zottiges Winterfell und ein helleres, kurzes Sommerfell.


Nahrung

Das Wildschwein, dessen natürliche Feinde (Wolf, Bär und Luchs) heute in weiten Gebieten fehlen, ist ein Allesfresser. 

Die Nahrung wird vorwiedend in der Dämmerung aufgenommen.

Auf der Suche nach Wurzeln, Früchten, Eicheln oder auch Insektenlarven, Schnecken, Mäusen und Aas durchwühlt es häufig den Boden. 

Durch das massenhafte vertilgen von Kulturschädlingen sowie der Auflockerung des Waldbodens erfüllen sie eine wichtige Funktion im Rahmen des biologischen Gleichgewichts unserer Natur. 


Paarungszeit

Die Paarungszeit ist von November bis Januar. Im März baut die Bache das Nest, den sogenannten Wurfkessel. Dort kommen nach etwa vier Monaten meist 4 - 5 Frischlinge zur Welt. 

Die Frischlinge sind schon einige Stunden nach ihrer Geburt äußerst verspielt und munter. Mit der gelbbraunen Streifenzeichnung, ihrer Tarnfarbe, sind sie kaum zu entdecken. Bereits nach einem Jahr sind sie selbst geschlechtsreif. 


Weidmännische Bezeichnungen

Die Jungen heißen im ersten Jahr Frischlinge und bis zur Vollendung des zweiten Jahres Überläufer. Ab dem dritten Lebensjahr sagt man Keiler zum männlichen und Bache zum weiblichen Tier.